Hallo Leser,
ich hatte mir vor einigen Wochen einen neuen Laptop besorgt. Dieser kam ausgerüstet mit Windows 7 in der 64 Bit Version daher. Während mein alter HP Deskjet 960c damit erstmal keine Probleme hatte, war mein Scanner (Canon CanoScan 656U) nicht zu einer Zusammenarbeit zu bewegen. Auch eine ausgedehnte Recherchesession bei Google brachte keine befriedigenden Ergebnisse.
Nun hatte ich aber meine alten Computer virtualisiert, d.h. die physische Maschine zu einer virtuellen Maschine konvertieren lassen (Programmtipp dazu: Vmware vCenter Converter – Kostenlos Registrierung nötig). Auf dem alten System war Windows XP installiert und vertrug sich soweit problemlos mit dem Scanner. Warum also nicht den Scanner per USB von der neuen Maschine in die alte virtualisierte durchreichen?
Weil man dazu ein bischen konfigurieren muss..
Virtualbox
Etwas blauäugig wählte ich den Canon USB Port bei der eingeschalteten virtuellen Maschine, welches mit einer eher kryptischen Fehlermeldung quittiert wurde:
Nach ein bischen Suche in den weiten des Internets stellte sich heraus, dass man die Host USB Ports in die virtuelle Maschine filtern muss. Dies kann man beim angewählten Gastsystem über die Auswahl Ändern -> USB -> Filter für USB Gerät konfigurieren. Man kann dort entweder dediziert die gewünschten USB Ports auswählen oder pauschal gleich alle Ports durchreichen:
Wenn man die gewünschten Ports ausgewählt hat, ist das Gastsystem zu starten. Im jeweiligen Desktop angekommen sollte man dann das USB Gerät erneut an das Hostsystem anschließen. Dort erscheint dann die Meldung das ein “Virtual Box USB Host” eingerichtet wird. Wenig später erscheint die Einrichtungsmeldung auch im Gastsystem, dann allerdings mit dem richtigen Gerätenamen des USB Devices. Damit wäre das Gerät dann auch (indirekt) an aktuellen Systemen wieder einsatzbereit!


3 Kommentare
Eisber sagt:
18. März 2011 von 09:30 (UTC 0 )
Clever von Microsoft. Um Geräte weiter nutzen zu können muss man sich neben Win 7 auch noch Win XP kaufen.
leon sagt:
18. März 2011 von 09:59 (UTC 0 )
Naja, eigentlich sind die hardware Hersteller hier in der schuld. Die wollen dass ihre Kunden auch mal neue Geräte kaufen und liefern deshalb keine neuen Treiber nach.
Eisber sagt:
18. März 2011 von 11:31 (UTC 0 )
Ja da hast du auch wieder Recht. Stecken doch alle unter einer Decke.